Ulrich Rasche
Freier Mitarbeiter
Singkreis
Ulrich Rasche wurde 1954 in Essen geboren. Im Alter von neun Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht. Seine Studien an diesem Instrument setzte er am damaligen Folkwang - Konservatorium bei Gudula Koppenburg fort, 1973 und 1974 errang er erste Preise im Wettbewerb „Jugend musiziert“ auf Bundesebene. Danach studierte er Kirchenmusik an den Musikhochschulen Köln und Düsseldorf, wo er sich auch intensiv kompositorischen Studien widmete. Seine Lehrer waren Jürg Baur und Arnold Kempkens.
Heute ist er als Pianist, Organist und Komponist, und als Dozent für Klavier und Kammermusik an der städt. Clara-Schumann-Musikschule in Düsseldorf tätig.
Ulrich Rasche gibt Klavier- und Orgelkonzerte, die ihn bereits nach Österreich, Frankreich, England, Finnland und 1993 in die USA führten. 1996 wurde er zum internationalen Orgelfestival nach Lahti (Finnland) eingeladen. 2007 debütierte er in Szczytno (Ortelsburg/Polen), wonach 2008 und 2009 weitere Konzertreisen durch Polen folgten.
Er trat besonders über Jahre hinweg in der Düsseldorfer Maxkirche als Organist konzertant hervor und betreute von 1989-2002 die Reihe der „Orgelmusik zur Marktzeit. Rasche bot im übrigen diverse Orgelzyklen, u.a. 1993 den „Liszt-Zyklus“ mit 4 Konzerten, 1995 den „Rheinberger - Zyklus“ mit 6 Konzerten und 1999/2000 den „Camillo Schumann-Zyklus“ mit 7 Konzerten. Er setzte sich hier besonders für die Verbreitung der bisher nahezu unbekannten Orgelwerke Schumanns ein.
In den Jahren 2000 bis 2008 arbeitete er als Verleger, und gab in den Archiven verschwundene Werke der Spätromantik zwischen 1850 und 1950 neu heraus.
Als Komponist trat Rasche zuletzt im Herbst 2008 mit seiner Uraufführung der „Masurischen Rhapsodie“ für Violine und Orgel auf, die durch die nachhaltigen Eindrücke der Polenreise in 2007 entstand.
Seit 2004 ist Ulrich Rasche an der Stephanuskirche in Düsseldorf-Wersten als Organist tätig.
Unter den Kompositionen Rasches sind erwähnenswert:
- Kromolicki-Paraphrasen 1 und 2 für Orgel (1975 und 1992)
- Vier symphonische Lieder für zwei Singstimmen, Klavier und Orchester (1979)
- Elf Lieder der Dämmerung für jeweils vier einzelne Solostimmen und Klavier (1980)
- Vier Teufelslegendchen für Bariton und Klavier nach Morgenstern-Gedichten (1981)
- Messe concertant für drei Solisten, Chor, Pauken und konzertante Orgel (2002)
- Masurische Rhapsodie für Violine und Orgel (Klavier) (2008)
- Konzertstück und lyrisches Intermezzo („Passenheimer Polonaise“) über ein Thema von Xaver Scharwenka für Orgel (2009)
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